U-Boote

Die Faszination im U-Boot Bau liegt in der komplexen Technik begründet.
Die verschiedenen Arten des Tauchens macht dieses Thema für den Modellbauer interessant.
Der Zuschauer sieht, von der Problematik die sich dahinter verbirgt bis alles so funktioniert das das Boot auch wieder sicher an Land kommt, nicht viel.
Ein U-Boot, nur wenige Zentimeter über dem Grund schwebend langsam zu bewegen, ist schon ein tolles Gefühl.
Dieses gelingt allerdings nur bei guten Sichtkontakt zum Boot, der oftmals aber nur in der Nähe des Stegs gegeben ist.

Das gilt ebenso für eine stabile Tauchfahrt, bei 10-20 cm Tiefgang, unter der Wasseroberfläche.
Selbst bei Stillstand des Bootes soll diese Tiefe ohne Probleme möglichst genau und über eine längere Zeit gehalten werden können.

Hierzu bedient man sich oftmals einer ausgeklügelten Druck-Regelelektronik.

Es gibt grundsätzlich zwei Methoden ein U-Boot tauchen zu lassen.
Die einfachste Methode ist das dynamische, eine etwas schwierigere, das statische Tauchen. Beide gemeinsam miteinander kombiniert, ist dann der Ideal Fall.

Diese Techniken werden im weiteren Verlauf der Seite vorgestellt.

Die Reichweite einer 27 / 40,68MHz Funkanlage beträgt im Süßwasser, je nach Anlagentyp und Leistung des Senders, ca. 7m unter Wasser und dann auch nur im Nahfeld.

2,4GHz Anlagen funktionieren hier nicht. Es sei denn man verwendet eine Boje für die Antenne.

In Salzwasser ist eine Fernsteuerung unter Wasser, mit den für den Modellbau freigegebenen Frequenzen, nicht möglich.

Ferner spielen die Wasserdichte und Temperaturschwankungen des Wassers eine große Rolle beim Trimmen. Wenige Gramm Wasser entscheiden zwischen "oben" oder "unten". Bei der Lagetrimmung sollte der optimale Punkt durch verschieben eines Bleigewichtes gefunden werden. Waagerecht, wie ein Fahrstuhl, soll das Boot absinken.
 
Die aufzunehmende Wassermenge und damit die Größe des Tauchtanks ist von mehreren Faktoren abhängig.
 
Das sind in erster Linie
 
a) der Rumpfaufbau (Material) Grundtrimmung
b) das verbleibenden Volumen nachdem Einbau der Technik Grundtrimmung 
c) Art und Umfang der Aufbauten, Rettungsbojen und eventuell nicht geflutete Hohlräume
 
Umfangreiche Deckaufbauten, auch wenn sie geflutet wer den, benötigen Ballastwasser.
Ein planes Zwischendeck, lässt durch die Oberflflächenspannung des Wassers, Wasserberge an Deckstehen stehen.
Oftmals sogar mehrfach, nämlich auf dem Zwischen und auf dem Oberdeck.
 
Für ein Boot mit einem Durchmesser von 100 mm bei einer Länge von 1 m, sowie kleinem Turmaufbau (z.B. U-202), reichen etwa 150-200 Gramm Ballastwasser aus. 

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Tauchtechniken im Modell U-Boot

Das dynamische Tauchen (Tauchen mittels Tiefenruder)
Das statische Tauchen (Tauchen mittels Ballasttank)
Optimales tauchen: Das Tauchen mittels beider Funktionen in Kombination.
 
Grundsätzliches zu dem Aufbau eines Tauchtanks
Der Tauchtank soll ein Abtauchen, bei leerem Tank, innerhalb von 45 Sekunden ermöglichen.
Hierbei spielen die eingesetzten Pumpsysteme eine entscheidende Rolle.
 
U-Boote bis etwa 1,30m Länge benötigen etwa 500-750ml Wasser um auch an der Wasseroberfläche noch ein naturgetreues Fahr-Bild darzustellen.
 
Hier wäre ein dynamisches Tauchsystem mittels Tiefenruder schon überfordert, bzw. nur mit einer sehr großen Antriebsleistung der Motoren für das Boot erreichbar.
Ein ständiges Auf- und Abtauchen wäre das Ergebnis.
 
Bei einem statischen Tauchsystem mittels einer Tauchzelle lassen sich die beiden Systeme sehr gut kombinieren, so dass auch auf riskanten Gewässern noch eine gewisse Sicherheit gewährleistet ist.
Die Tauchzelle wird genau in der Mitte des Auftriebskörpers des U-Bootes platziert.
Dabei muss es also nicht zwingend genau die Mitte der gesamten Bootslänge sein.
Das hängt vom Rumpf des Models ab.
 
 
Der Aufbau eines Tauchtanks mittels Gefrierbeutel.
Lassen die räumlichen Gegebenheiten im Inneren eines U-Bootes den Einbau eines Kolbentanks nicht zu, so sucht man nach anderen Konstruktionsmöglichkeiten für einen Ballasttank.
Eine Gummiblase ist eine Möglichkeit, die des Gefrierbeutels eine andere.
Letztere ist jedoch die einfachste Variante.
Einen Gefrierbeuteltank kann man problemlos, maßgeschneidert mit einem Gefrierbeutelschweißgerät, zusammenschweißen.
 
Dieses ist einer der größten Vorteile gegenüber allen anderen Techniken.
Auch in punkto der Druckfestigkeit ist er ausreichend sicher, da hier doppelte Schweißnähte gesetzt werden können.
Ferner ist kein anderes Tauchsystem so platzsparend einsetzbar. Der Beutel kann sich den Rumpfgegebenheiten optimal anpassen und nutzt somit jeden Zentimeter aus.
Als Pumpsystem ist eine Zahnradpumpe die erste Wahl.
Ein Druckschalter ist ein absolutes Muss.
 
Ein zusätzliches Magnetventil in der Ansaug- und Auslassleitung ist eine schöne Option aber nicht unbedingt erforderlich. Das U-Boot taucht dann allerdings nach einer kurzen Zeit, durch den bei der Wasseraufnahme aufgebauten Überdruck im Rumpfkörper, von selbst wieder auf, während es sonst lange Zeit auf dem Grund liegen bleiben kann.
 
Hat sich das U-Boot einmal im Kraut verfangen, hilft ohnehin nur die Rettungs-Boje.
 
        Einsetzbare Pumpensysteme
 
Der Kolbentank
Ein Tauchtank ist hier die erste Wahl aber auch sehr kostspielig.
Er ist in seiner Funktion sehr sicher, jedoch u.U. auch sperrig.
Dieses hängt in erster Linie von der Rumpfform ab.
Auch hier gibt es eine Gewichtsverlagerung der Trimmung, wenn kein Doppelkolben verwandt wird.
Ein Schaukeln der Flüssigkeit ist hier allerdings nicht gegeben.
Ferner wird, meistens mittig Im Rumpf nach vorne oder hinten, Platz für die ausfahrende Gewindestange des Kolbens benötigt.
 
Die Zahnradpumpe
Pumprichtung wahlweise. Die Drehrichtung des Motors geschieht durch das Umpolen der Versorgungsspannung.
Ein Nachteil dieser Pumpe ist, das sie nicht hundertprozentig wassersperrend zwischen den Zahnrädern ist. Dafür kann sie einen sehr hohen Wasserdruck erzeugen und das bei einer Durchflussmenge von 1-2L /min.
 
Vorsicht ist bei den 12V KFZ-Scheibenwasserpumpen angezeigt. Diese haben eine hohe Förderleistung verbrauchen viel Strom und sind nur für einen kurzeitigen Betrieb (KB) ausgelegt. Ein längerer Betrieb ist hier jedoch, bei einer niedrigeren Versorgungsspannung von 6-8V, durchaus möglich.
Ein unkontrollierter Dauerlauf (z.B. beim Notauftauchen bedingt durch Telegrammausfall oder Wassereinbruch) sollte per Timer verhindert werden.
  
Die Schlauchpumpe
Die Schlauchpumpe oder auch Dosierpumpe genannt.
Ihr größter Nachteil ist die geringe Förderleistung.
Von Vorteil ist die Dichtigkeit des ständig abgeklemmten Silikonschlauchs im Pumpensystem.
Mit ihr lässt sich die Wassermenge, in beide Richtungen, sehr feinfühlig dosieren.
Hier punktet die Dosierpumpe und wäre als zusätzliche Trimmpumpe zu favorisieren.
Sie ist, wie die Zahnradpumpe, Drehrichtungsabhängig in beiden Durchflußrichtungen zu betreiben.
 
 
Die Trimmung
 
Lageprobleme
Um eine unkontrollierte Gewichtverschiebung aus den Schwerpunkt möglichst gering zu halten, sollte der Tauchbeutel beim Abtauchen fast vollständig gefüllt sein.
Nur wenige Gramm Gewicht des aufgenommenen Wassers entscheiden zwischen Über- und Unterwasser, bzw. ein durchfallen des Bootes und genau hier befindet sich die empfindlichste Stelle bei der Lagetrimmung des Rumpfes durch sich verschiebende Wassermassen innerhalb des Tauchbeutels.
Ist der Tauchbeutel dann nicht nahezu ganz gefüllt, so kann sich das Wasser zu Ungunsten der Lagetrimmung schaukelnd verschieben.
 
Die Positionierung des Tauchbeutel sollte ohnehin ziemlich genau im Schwerpunkt des Bootes erfolgen.
Dieser ist von Boot zu Boot empirisch zu ermitteln und sollte in etwa in der Mitte des Rumpfes liegen.
Die schweren Akkus müssen hierzu in ihrer Lage genau fixiert werden.
Das Kielgewicht z.B. eine Kielleiste aus Blei, sollte anpassbar sein, sonst muss später u.U. gehobelt werden.
 
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Eine kurze Zusammenfassung U25 S29

 
Wenn einem die Problematik des Tauchens / Schweben unter Wasser bereits vertraut ist und man die Einflüsse von Wasser-Temperatur und -Dichte kennt,

dann kann man hier weiterlesen.

Bevor man überhaupt an eine Automatisierung denken kann, muss sich das Boot bereits von Hand sehr gut steuern lassen.

 

Die automatische Tiefensteuerung

Etwa 10 cm unter der Wasseroberfläche wird das Boot mittels des Automaten auf konstanter Sehrohrtiefe gehalten.

Somit lässt es sich in der Ufernähe eines Baggersees noch recht gut verfolgen.

Während der schnellen Fahrt erfolgt die Tiefensteuerung überwiegend mittels der Tiefenruder und der Pumpe, im Stand nur mit der Pumpe.

.

Tiefer geht es auch, dieses muss dann aber explizit eingestellt und aufgerufen werden. Im Schwimmbad wir ohnehin manuell und unter Fahrt gesteuert.

Das dauerhafte Schweben im Wasser ist ohne eine Automatik nur schwer möglich. Ein kurzeitiges Schweben in Steg Nähe ist auch manuell immer möglich.

 Um ein Kippen des Bootes über Heck oder Bug zu vermeiden, sollte der Tauchtank in der Mitte des Bootes verbaut sein. Bei sehr großen Booten sind zwei Tanks zu verwenden. Somit ist auch die Lagetrimmung eleganter.

Mit einem von außen einstellbarem Bleigewicht, muss bei kleinen Booten später ohnehin in eine waagerechte Lage feintariert werden.

 Es gibt nur unten oder oben, ein stabiles „dazwischen Schweben“ ist immer problematisch.

 Man benötigt hierfür ein Regelzelle, die sich sehr feinfühlig steuern lässt.

Wenige Gramm Wasser entscheiden zwischen oben und unten.

Diese Zelle kann auch der Haupt-Tauchtank oder ein weiterer zusätzlicher Tank sein der mit einer Schlauchpumpe bedient wird. Hiermit spart man sich Ventiltechnik ein.

Der Motor der Regelzelle wird über einen Drucksensor impulsgesteuert, nicht aber

durch einen Schalter.

Es gibt bereits fertige Baugruppen von Norbert Brüggen im Netz; die auch für den

Nicht-Elektroniker geeignet sind. SONAR hat eine Website - als Info.

Ebenfalls findet man auf seiner Website Lage- und Tiefenregler sowie Tauchtanks oder Beutel mit dem notwendigen Zubehör. Sowie Rumpfdichtringe usw.

 

Sicherheitselemente wie:

 

Retter in Form einer roten oder weißen Boje an einem dünnen Seil (z.B. einer Drachenschnur; keine Angelsehne) mit ca. 15 m Länge aufgewickelt auf einer kleinen Kunststoff-Garnrolle mit einer magnetischen Sperrklinke und einer Achsdurchführung, sowie einen Wassereinbruchmelder mit Auftauch- und Maschinen Stop-Funktion und ein Alarm-Pieper, runden das Sicherheitspaket ab.

 -- Diese Teile kann man selberbauen –

 

Optokoppler am Alarm-Bus lassen einen potentialfreien Zugriff auf alle Sicherheitsrelevanten Baugruppen zu.

Sollte sich das Boot im Kraut oder Schlamm verfangen haben, so weiß man mittels der Boje wenigstens wo es liegt.

Es an der Bojen-Schnur hochziehen zu wollen, hängt davon ab, wieviel Auftrieb das Boot noch hat.

Ein Antikollisionslicht mit einer Blitzröhre ist bei Überwasserfahrten zu empfehlen.

Der Farbanstrich sollte kein dunkles Grau sein.

 

Eine Pol-Brille (Angler-Brille) erleichtert die Sicht zum Boot bei der Unterwasserfahrt.

Einige Tipps habe ich bereits auf meinen Seiten erläutert.

 

Die S29 wurde ohne Automatik aufgebaut.

Sicherheitsrelevante Vorrichtungen gehören allerdings in jedes U-Boot.

 

– auf volles Risiko --  das gibt es sehr oft zu sehen

 

Sicherheit hat beim U-Bootfahren immer die oberste Priorität.

Boote im Keller immer offen lagern.

 

Anhang

Antriebsmotoren

Zu den Wellen möglichst fluchtend

 

Pumpen

Zahnrad- oder Schlauchpumpe

oder aber

Tauchtank und Trimmtank

Beutel-Tank

 

Max. 45 Sek, beim Alarm-Tauchen mit leeren Tanks, sollten erreicht werden.

 

Da man möglichst weit aus dem Wasser herauskommen möchte, muss das Wasservolumen im Tank recht groß gewählt werden.

Dieses ist stark von den Aufbauten abhängig.

Flache Zwischendecks halten das Wasser, durch seine Oberflächenspannung,

länger auf dem Deck fest.

Auch können sich die Aufbauten des Bootes beim Tauchen als sehr tückisch erweisen.

 

Ventile

Magnetventil

Schwimmerventil, Entlüftungsschraube

Fahrradventil (mit Ventilgummi)

Luftpumpe (Fahrrad)

 

Bootskörper

drucklos oder Druck (3 Hübe mit der Fahrradpumpe), Vakuumbildung

 

Dichtungen

Steven-Rohre, rostfreie Schwenk-Kugellager, Stopf-Buchsen / Simmerringe

Gleitlager im Wasser vor den Schrauben

Stopfbuchsen mit Teflon-Band

Silikonfett       von Gundert

O-Ringe          aus Einweg-Feuerzeugen

 

Deckabdichtung U25

Sanitärbereich

Vaseline

 

Turmzugang

Zwischendeck unter dem Turm

O-Ring   50mm      Zugang zum Betriebsschalter, Ladebuche und RX Quarzwechsel

 

 

Rohrrumpf S29

Moosgummi

 

Rumpfabdichtung beim Standard Rohrrumpf

Bajonett Verschluss (Norbert Brüggen) teuer aber gut

 

Akkus

4x 2V 10Ah Blei-Gel (8V 10Ah)

im Schwerpunkt (Mitte)

4,8V 1Ah RX  im Heck

 

Bleigewicht

von außen als Kiel ca. 8kg

bei beiden Boote

 

Trimmung

im Oberdeck vom Heck

M3Ms Gewindestange 300mm

 20gr Blei

 

Tiefen-Ruder

getrennte Servos

 

Seiten-Ruder

U25 2 Kort-Düsen nachgerüstet Manövrierfähigkeit (8m Wenderadius zu groß)

 

Kränkung

S29 bei Einschrauben-Antrieben immer (da nicht gegenläufig)

 

Schalter

U25 durch den geöffneten Turmdeckel

S29 Mikroschalter im Boot betätigt durch M3 Ms Schraube Kunststoffknopf O-Ring

von außen bedienbar, dem Luftpumpenventilstutzen gegenüberliegend

 

Die automatische Tiefensteuerung Hinweis

Soll eine automatische Steuerung auch während der Rückwärtsfahrt möglich sein, so müssen die Tiefenruder Impuls-Telegramme für die Servos invertiert werden.

Dies Umschaltung erledigt der Fahrtenregler mit seinem separaten Steuer-Ausgang.

(nur bei Eigenbau möglich oder bei Gleichstrom Motoren Polaritätsumkehr mit Relais auswerten) funktioniert nicht bei BL-Motoren.

Es gibt hierfür, wie immer, mehrere Möglichkeiten…..

 
 
 
 
 
 
 

Erfahrungen zur Abdichtung von Problemzonen

 
                               Allerlei U-Boot Abdichtungen
 
 
       1.  U-Boote Abdichten
 
       2.  Abdichten der 4mm Wellen für die Ruder (U25)
 
       3.  Abdichtungen für Gestänge mittels Faltenbälge (S29)
 
       4.  Abdichten der Antriebswellen
 
       5.  Fettnippel zum Abschmieren der Antriebswellen
 
       6.  Maßgeschneiderte große Randabdichtung (U25 Krick alt)
   
       7.  Deckeldichtung für einen schnellen Zugang
 
       8.  Abdichtung rohrförmiger Rümpfe (S29)
 
       9.  Ein Trimmgewicht an der Gewindestange (U25)
 
     10.  Ventil für die Luftpumpe
   
     11.  Außenschalter für RC-Anlagen
 
     12.  Stroboskoplicht
 
     13.  Farbanstrich
 
     14.  automatisches Belüftungs-Ventil für den Druckkörper
 
 
 
1.   Die wohl sicherste Methode möglichst lange Freude an einem U-Boot zu haben ist es, dieses komplett abzudichten und einen geringen Überdruck im Inneren des Druckkörpers, mittels einer Fahrradluftpumpe, aufzubauen.
Bei einem kleinen Restvolumen reichen drei Pumphübe, von einer normalen Luftpumpe, aus.
Der Rumpf muss sich ohnehin im Wasser erst einmal der Umgebungstemperatur anpassen.
Die Aufnahme von Ballastwasser sorgt für eine weiteren Druckanstieg, der nicht unerheblich sein kann.
Um dieses Problem etwas zu entschärfen kann man den Tauchbeutel, vor dem Verschließen des Rumpfes, zu 50% mit Ballastwasser füllen.
Ein zu hoher Druck im Bootskörper wird i.R. über die vorhandenen Abdichtungen abgeblasen.
Beim Lenzen entsteht danach u.U ein Unterdruck im Rumpf, dennoch besteht aber auch die Gefahr, das Wasser eindringt. 
Unterdruck zieht ferner die Dichtungen u.U. weiter zu und kann auch dazu führen das die Pumpe kein Ballastwasser mehr aufnehmen kann, oder das Ventil vor der Pumpe sogar sperrt.
 
 
2.   Das Abdichten der Wellendurchbrüche zu den Rudern.
Die Führungsrohre zu den Rudern sollten nicht zu kurz sein.
Meistens bestehen sie aus Messing mit einem Inndurchmesser von exakt 4mm, die 4mm Wellen hingegen aus V2A.
Abdichten mittels Stopfbuchsen wäre eine Möglichkeit, eine andere und elegantere Lösung ist O-Ringe auf der V2A Welle einzulassen.
Hierzu müssen in die Wellen Nuten für die O-Ringe auf der Drehmaschine „eingestochen“ werden.
Mittels Stechstahl wird eine Nut eingebracht, die nur so tief ist, das eine sichere Abdichtung noch gewährleistet ist, aber andererseits die Welle sich noch relativ leichtgängig drehen lässt. Ein wenig Silikonfett (Heißwasserfett weiß) wirkt hier Wunder.
Es ist darauf zu achten das der O-Ring, beim Einschieben in das Führungsrohr, nicht abgeschert wird.
Das verhindert man zuverlässig, in dem die Innenkante von dem Führungsrohr, per Hand mit einem Bohrer, etwas anfast.
 
 
Tip:
O-Ringe der hier benötigten Größe findet man in Einweg-Feuerzeugen.
Große Durchmesser hingegen im Sanitär- oder Baumarkt.
Spezial-O-Ringe im Fachhandel.
 
 
3.   Sollen Servo-Gestänge abgedichtet werden, so verwendet man hierzu Faltenbälge und Führungsrohre z.B. aus Kunststoff (5-6mm Außen).
Die große Öffnung des Balges muss gegen abspringen mittels Straps o.ä. gesichert werden.
Die 2mm Gestänge-Durchführungs-Öffnung hingegen ist unkritisch, es reicht etwas Fett zum Gleiten.
 
4.   Eine Abdichtung der Antriebswellen (Steven-Rohre) erfolgt durch ein Leichtgängiges Silikonfett (Gundert Fett o.ä.).
Zur Befüllung werden kurze 4mm Messing-Rohre hinter dem Lager im Boot angebracht, die mit einem Schlauchstück und Stopfen verschlossen werden können.
Es sollte nur so viel Fett eingebracht werden, bis keine Luftblasen an der Schiffs-Schraube mehr aufsteigen.
Bei dem Selbstbau von Steven-Rohren ist darauf zu achten, dass noch genügend Lufti zwischen Welle und Steven-Rohr verbleibt, da sich sonst die Welle im Betrieb erwärmt und somit unnötig Energie verbraucht wird.
Ein V2A Schwenkkugellager mit Stopfbuchse im Boot und ein Bronze- oder Teflon-Pass-Stück im Steven-Rohr vor der Schraube reichen für einen leichten Lauf aus und sind relativ einfach selber herzustellen.
 
5.  Ein 4mm Fettnippel-Rohr wird direkt hinter dem oberen Kugellager des Steven-Rohres, durch Löten oder Kleben, am Steven-Rohr befestigt. Dieses muss gut zugänglich sein. Ein Verschließen der Rohröffnung kann durch ein kleines Schlauchstück erfolgen, dessen Ende mit einem Kunststoffpropfen verschlossen wird.
 
6.   Problemfälle, wie das Abdichten eines Holzrumpfes der U-25 mit einem aufgeschraubten Flachdeck von 1,3m Länge sind wie folgt zu bewerkstelligen.
 
Es wird eine Silikon-Dichtung mit Passgenauigkeit hergestellt.
Das Deck, der Deckel wurde aus Lampen-Glas, einer Kunststoff Platte aus einer Decken-Lampe hergestellt. Deren eine Seite Glatt die andere stark gewellt ist. Dieses „Zwischendeck“ wird mit 32 3mm cadmierten Messingschrauben mit dem Holzrumpf verbunden.
Der Holzrumpf wurde hierzu, mit 32 von unten geschlossenen M3 Gewindehülsen aus Messing versehen, passgenau mit den Bohrungen im Lampen-Glas-Deck.
Die Gewindehülsen schließen bündig und mittig mit der Kante ab.
 
 
Herstellung der Dichtung
 
Vorbereitung
Messingteile werden durch den ausgasenden Essig sofort von Grünspan
Überzogen.
Daher sind Messingteile/Rohre vor Beginn der Arbeiten abzukleben.
 
Danach wird die Rumpföffnung in Längsrichtung mit einer Haushaltsfolie überzogen (bespannt).
Die überstehende Folie wird an den Seiten mit Kreppband gegen Verschieben fixiert.
 
Nun wird transparentes Silkon für Sanitär-Anlagen (essighaltig) aus der Kartusche, ohne Unterbrechungen satt aufgetragen.
 
Das zuvor gereinigte Zwischendeck wird aufgesetzt, mit allen Schrauben fixiert und zusammengedrückt. Aber nur so weit, dass rundherum noch eine Dichtungsstärke von etwa 2mm erhalten bleibt.
Alle 32 Schrauben sollten dabei etwa 3 Umdrehungen ein geschraubt sein.
 
Jetzt lässt man das Ganze ungefähr zwei Tage Trocknen.
Das Deck lässt sich vorsichtig von der Folie mit der Dichtung abnehmen.
Eine vorsichtige Säuberung und das Nachschneiden der Außenkante, mittels eines superscharfen Kutter-Messers, ist nun möglich. Ebenso könne die Schraubenlöcher mit einem passenden scharfen Bohrer nachgearbeitet werden.
Die Dichtung wird mit Vaseline eingestrichen und die 32 Schrauben werden mit Gefühl angezogen.
 
 
7.   Eine Inspektionsöffnung von etwa 50mm ist unter dem Turm angeordnet.
Hier befindet der Zugang zum RC-Ein/Aus Schalter, RX-Quarz und zur Ladebuchse.
Der Deckel dient als Antennenträger und enthält die Durchbrüche für die Elektrik zur Seilrolle der Rettungsboje, dem Lautsprecher und dem Stroboskoplicht.
Die Abdichtung erfolgt über einen 50mm O-Ring, der mit Kotflügeldichtband auf das Deck gesetzt wurde. Einige Millimeter von dem Durchbruch-Rohr sorgen für einen sicheren Sitz des Ringes.  Der Deckel wird mit einer Zentralen Schraube in der Mitte, die ebenfalls eine Flachdichtung besitzt, angezogen.
Die Dichtung zum Deckel hin wird ebenfalls von oben mit Vaseline eingestrichen.
Ein Ventil für die Luftpumpe ist hier ebenfalls zu finden.
Eine weitere Bohrung mit M4 Gewinde befindet sich vorne am Bug im Zwischendeck als Kontroll-Bohrung. Diese wird mit einer Schraube und Dichtring verschlossen.
Auf das Zwischendeck wird mittels zweier Stehbolzen eine Sichtverblendung geschraubt, die geflutet wird.
 
8.   Die Abdichtung eines rohrförmigen Rumpfes erfolgt am einfachsten mit einer Weichgummidichtung, die über mindestens zwei Seiten an den Rumpfhälften befestigten Haltern zusammengezogen werden.
Diese Dichtungsmethode ist überaschenderweise unkritisch und sehr gut dicht. Auch bei unsauberen Schnittkanten am Rohr. Allerdings sieht das Ganze nicht besonders schön aus. Ich habe diese Konstruktion von meinem Vorgänger übernommen und so ist sie halt bis heute geblieben.
 
9.   Trimmgewichte erleichtern die Trimmarbeiten ungemein.
Bei der U-25 befindet sich im Heckbereich eine etwa 20cm lange 3mm Gewindestange, an der ein Bleigewicht über eine Mutter befestigt ist.
Gedreht wird diese an der Heckrundung des Aufbaue in der Sichtverblendung.
 
10.   Ventile für die Luftpumpe müssen sein. So einfach wie möglich aufgebaut und gut zu erreichen. Ihre Fuktion gleicht der des alten Fahrradventils mit dem Ventilgummischlauch. Bei der U-25 muss die Sichtverblendung angehoben werden. Das bedeutet, dass zwei Verschraubungen gelöst werden und zwei passende Styropor-Klötze als Abstandshalter zwischen das Glas-Deck und dem Sichtblendenaufbau geschoben werden müssen, soweit wie es die Verkabelung gerade noch zulässt. Nun kommt man mi der Luftpumpe problemlos an das Ventil.
 
Bei der S29 kommt man direkt an das Heck und somit an das sich dort befindliche Ventil.
 
11.   Bei der U-25 muss wie unter 9. vorgegangen werden und zusätzlich der Kontrolldeckel geöffnet werden. Mit spitzen Fingern kommt man dann an den Schalter für die RC-Anlage.
 
Die S29 hat gegenüber dem Luft-Ventil eine 3mm Bohrung hinter der sich ein Mikroschalter befindet. Über eine Gewindestange die mit einem Knopf und einem o-Ring als Dichtung versehen ist, wird die RC-Anlage ein- und ausgeschaltet.
 
12.   Ein Stroboskoplicht ist, wenn viel Betrieb am Teich ist, ein gut sichtbares
Top-Licht bei Überwasserfahrten.
 
13.   Ein heller Farbanstrich ist entscheidend, wenn man das Boot auch noch in größerer Entfernung gut sehen möchte.
Die U-25 wurde daher von ihrem Dunkelgrau befreit.
Hellgrau hat sich hier gut bewährt.
 
14.   Soll man den Rumpf belüften ja oder nein, das war schon immer eine Glaubensfrage.
Die U-25 hat im Glas-Deck, in Bug-Nähe befindlich, eine 4mm Kontrollbohrung.
Hier habe ich Versuche unternommen, mittels eines Schwimmer-Ventils,
den Rumpf automatisch zu belüften.
Im Prinzip klappt es auch recht gut, wenn dafür gesorgt wird, dass das Wasser, welches in kleinen Mengen durch das Ventil mit ins Boots-Innere gelangt, in einer kleinen Flasche (2ccm Augentropfen) aufgefangen wird.
Einen echten Vorteil, gegenüber dem geschlossenem System, konnte ich jedoch noch nicht feststellen.
 
 
 
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Akkus im U-Boot

Die Stromversorgung
 
Eine sichere Stromversorgung ist mit einer der wichtigsten Punkte den man bei Planung und Bau eines RC U-Bootes beachten sollte.
Wie weit eine Unterabsicherung auszuführen ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Die Sicherungshalter sollen stabil ausgeführt sein und einen sehr geringen Übergangswiderstand haben.   
 
Der Super Gau ist ein ausgefallener oder leerer Antriebs-Akku.
Blei-Gel-Akkus haben den Vorteil, dass sie sich während einer Entladungspause wieder etwas erholen. Diese positiven Eigenschaften haben die hier weiter aufgeführten Akku-Typen nicht.
Für das Auslösen der Rettungsboje sollte die Energie dann noch reichen.
 
Wenigstens zwei, unabhängig voneinander arbeitende Akku-Systeme, geben etwas mehr Sicherheit in Punkto Steuerungsstörungen. Bei einer Motorstörung löst nur die entsprechende Untersicherung aus, andere wichtige Funktionen bleiben hingegen erhalten.
 
  1. Ein Empfänger-Akku i.d.R. 4,8V ca. 2Ah
  2. Ein Fahr-Akku            i.d.R. 6-12V 6-10Ah
 
Von dem Fahr-Akku besteht des Weiteren im Notfall die Möglichkeit über eine spezielle und zweimal abgesicherte Akku-Weiche, den Empfänger-Akku zu stützen.
Somit ist bei einem Empfänger-Akku Ausfall eine Weiterfahrt durchaus möglich.
 
 
Die verschiedenen Akku-Typen
 
Zu 1. NiMH oder NiCD verschweißte/verlötete Akku-Packs; nicht abgesichert
Zu 2. Blei-Gel oder LiFePo4 Hauptsicherung (stärkste Sicherung im Boot)
 
Untersicherungen müssen immer kleiner der Hauptsicherung ausgelegt sein
und sollten dem doppelten Stromverbrauch des angeschlossenen Verbrauchers standhalten. Träge Sicherungs-Elemente sollten hier zum Einsatz kommen. 
 
Anschluss der Verbraucher über Untersicherungen
 
Zu 1. Nur Empfänger und Servos erhalten keine Absicherung
 
Zu 2. Fahrtenregler mit Antriebsmotor                   eigene Untersicherung
Wenn zwei Bürstenmotoren von einem Fahrtenregler versorgt werden, so ist für jeden Motor eine eigene Untersicherung vorzusehen.
 
Pumpen-Antrieb                                                     eigene Untersicherung
Kolbentank-Antrieb                                                eigene Untersicherung
Rettungs-Systeme je                                              eigene Untersicherung
Automatiken                                                           eigene Untersicherungen
andere Steuerungs-Module                                   eigene Untersicherungen
Wassereinbruchmelder                                          Rettungssystem einleiten
Sender-/Empfangstelegramm- Ausfall                    Autopiloten aktivieren
 
Alarm-Ton- und Bord-Lautsprecher
Rettungsboje mit Rettungsleine und Winde
 
Fahr-Akku Unterspannungsanzeige
Blitzlicht Kollisionsschutz